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  Amethyst  
 Würdevolle violette Inspiration
Amethyst in Fakten:

Mögliche Farben: violett, blass rotviolett
Wichtige Fundstätten: Brasilien, Madagaskar, Sambia, Uruguay, Indien, Kanada, Mexiko, Myanmar, Namibia, Russland, Sri Lanka, USA
Mohshärte: 7


Seine Farbe ist einzigartig und inspirierend: Der Amethyst ist eine Verführung in Violett, Rosaviolett und Fliedertönen. Dabei soll dieser Edelstein doch gerade gegen Verführung schützen. Der Ursprung des Namens aus dem griechischen „amethystos“ – „dem Rausche entgegenwirkend“ – zeugt vom Glauben, dass ein Amethyst-Träger gegen die berauschende Wirkung von Alkohol gefeit sei und wurde im Altertum als Amulett gegen Trunkenheit getragen. Eine andere Geschichte der Namensgebung ist die, dass der Gott des Weines, „Bacchus“, ein junges Mädchen so erschreckte, dass es zu Kristall erstarrte. Daraufhin seufzte er, und als sein Atem den Stein berührte, färbte sich dieser purpur wie die Farbe des Weines.

Der wertvolle Edelstein aus der Familie der Quarze entstand vor Millionen von Jahren aus flüssigem Silizium dem Grundbaustein aller Quarze; Spuren von Titan, Mangan und Eisen geben ihm seine klassische violette Farbe. Wird der Amethyst gebrannt, wird er zu Citrin (gelb). Eine weitere Quarz-Varietät ist der Ametrin, ein zweifarbiger Kristall, der aus violettem Amethyst und gelbbraunem Citrin besteht. Feine, transparente Amethyste werden zu wunderbar glänzenden Schmucksteinen geschliffen; halbtransparente oder opake Amethyste werden im Kunstgewerbebereich verarbeitet.

Der Amethyst wurde früher von nahezu allen Völkern verehrt. Als Edelstein war er bei kirchlichen Würdeträgern sehr beliebt und ein begehrtes Juwel von kirchlichen und weltlichen Fürsten. Als angeblich eine keusche Gesinnung verleihend, Vertrauen und Frömmigkeit symbolisierend, nahm der Amethyst im Zierrat der katholischen Geistlichkeit jahrhundertelang einen prominenten Platz ein. Als Stein der Bischöfe und Kardinäle ist der Amethyst im sogenannten Papstring (italienisch, 15. Jahrhundert) im Pforzheimer Schmuckmuseum zu besichtigen. In Tibet wurden Rosenkränze aus Amethyst verwendet, denn hier war der Stein Buddha geweiht und sollte die Klarheit des Geistes fördern. Steinheiler betonen seine ernüchternde und reinigende Wirkung.

Der Amethyst in allen Erdteilen verbreitet. In Drusen, auf Klüften und auf Seifen sind Amethyst-Vorkommen zu finden. Eine bedeutende Lagerstätte ist Brasilien („Palmeira“-Amethyst von Rio Grande do Sul, „Marabá-Amethyst von Pará). Das deutsche Edelsteinzentrum Idar-Oberstein begründet seinen Ruhm unter anderem mit den heimischen Amethystfunden und bezog früher auch Rohware aus den Zillertaler Alpen. Die Fundstätten in Deutschland wurden allerdings vor circa einhundert Jahren ausgebeutet, seither wurden Fundgebiete in Südamerika erschlossen. In Aztekengräbern fand man exzellente Steine, deren Fundorte heute verschollen sind.