Kontaktieren Sie uns:
Kardinal-Faulhaber-Str. 15
Maximilianstr. 22
FoFo Schmuck InstagramFind us on Instagram
  aktueller Katalog
katalog

  Schmuck verkaufen
Prospekt
  Emaille  
 Die fantasievolle Art, Farbe zu zeigen

Das Email oder die Emaille wird zu wunderbarem Schmuck verarbeitet und ist neben reinem Edelmetall- oder Juwelenschmuck eine kreative und einzigartige Alternative, um Farbe zu zeigen. Prächtige, fantasievolle Motive oder Inszenierungen aus dem Leben, gebunden in liebevoll hergestelltem Schmelzglas, verzieren den Emailschmuck.

Das sogenannte "Schmuckemail" ist der Oberbegriff für alle Emailverfahren, die Schmuck verzieren. Bei diesem Verfahren wird am häufigsten das sogenannte Pulveremail genutzt, es besteht aus einem pulverisierten Glas, das bei hohen Temperaturen auf die Metalloberflächen (beispielsweise Gold, Silber, Kupfer oder Bronze) aufgeschmolzen wird. Das geschmolzene Glas ist abgeleitet vom altfränkischen "Smalt", auch Schmelz genannt, französischem Emaille, auch Schmelzglas oder Schmelzwerk genannt. Schmuckemail gibt es opak und transparent. Bei opaken Emails ist nach dem Brennen die Struktur der Metalloberfläche nicht mehr erkennbar. Die transparenten Emails lassen den Metallgrund noch durchschimmern, weil sie durchsichtig bleiben. Besonders exklusive Emailarbeiten entstehen oft durch eine Vielzahl aufeinander folgender Brennvorgänge, bei denen die Brenntemperatur, Brenndauer, die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte und das jeweilige Emailverfahren für ein gutes Ergebnis entscheidend ist.

Das "Fensteremail" war im französischen Jugendstil sehr beliebt. Die spezielle Technik, die besonders gut Zartheit und Zerbrechlichkeit auszudrücken vermag, ist eine Art Zellenemail, bei der die metallene Grundplatte nach dem Brennen entfernt wird. Fensteremail kommt bei durchfallendem Licht besonders gut zur Geltung.

Beim "Grubenemail" wird ein Muster oder eine Zeichnung durch Fräsen in den Metalluntergrund eingefügt. Anschließend wird die vorbereitete Emailmasse in die entstandenen Vertiefungen, wie beispielsweise Gruben, Linien oder auch größere Flächen aufgefüllt; bei dieser Technik überwiegt meist die sichtbare Metallfläche über das Email.

Die "Emailmalerei (Maleremail)" wird durch helles Email erzeugt, auf das man mit Metalloxidfarben malt, anschließend werden die Farben aufgebrannt. Diese Technik wird seit Anfang des siebzehnten Jahrhunderts in ganz Europa angewandt.

Berühmte Meister aller genannten Emailverfahren waren Renè Lalique (1860-1945), Georges Fouquet (1862-1957) und Carl Peter Fabergè (1846-1920), sie schufen berühmte Schmuckobjekte mithilfe dieser Techniken. Beispielsweise fertigte Carl Peter Fabergè, russischer Hofjuwelier, ab 1885 die weltberühmten Ostereier im Auftrag des Zaren. Diese Kunstwerke sind noch alle erhalten und in diversen Kunstmuseen und Sammlungen weltweit zu finden. äußerst reizvolle Farbkombinationen erzielte Fabergè mit Email, das auf einen guillochierten (spezielle Gravurtechnik) Grund aufgebracht wurde. Fabergè ist berühmt für diese einzigartige Emaillekunst, bei der die Ostereier bis zu einhundert Mal aufwendig gebrannt werden.

Emaille-Schmuck ist sehr stoßempfindlich, daher sollte man mit den Schmuckstücken sehr pfleglich umgehen. Da Email ist nicht stoß- und kratzfest ist, sollte es beispielsweise als Ring nicht direkt nebeneinander getragen werden. Reparaturarbeiten können nur von ausgewählten Spezialisten ausgeführt werden.