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  Granulation  
 Kleines ganz groß

Die Granulation ist eine Ziertechnik, bei der feinste Kügelchen (von lateinisch "granulum" für "Körnchen") dekorativ auf einem Schmuckstück aufgetragen und anschließend ohne ein Verbindungsmetall aufgeschweißt werden. Der optische Effekt ist außergewöhnlich, denn es scheint, als würden die Kügelchen (sogenannte "Granalien") nur einfach aufliegen, ohne dass erkennbar ist, wie sie haften bleiben. Für die Granulation eignen sich besonders gut Feingold und Feinsilber und Edelmetalle (Legierungen) mit einem hohen Feingehalt. Sehr kleine Kügelchen mit einem sehr dichten Auftrag werden auch Staubgranulation genannt. Diese erzeugt eine matte und samtige Oberfläche, die im Kontrast zu einer glatten und glänzenden Oberfläche besonders gut zur Geltung kommt.

Die Herstellung der kleinen Kügelchen in präziser runder Form ist sehr schwierig. Hierzu werden kleinste Teile aus Edelmetall in Holzkohlestaub geschmolzen, um die gleichmäßiig runde Form zu erhalten. Diese Kügelchen werden mit einem Pinsel auf das vorab mit einem Kleber aus Kupfersalzen versehene Grundmetall aufgetragen. Nach einer Trocknungszeit wird das Werkstück mit weicher Flamme langsam erwärmt und mit weiteren spezifischen Goldschmiedetechniken zum Schmuckstück veredelt. Eine exzellente Granulationsarbeit wird an der Größe, Form und Gleichmäßigkeit der angeordneten Granalien und der kaum sichtbaren metallischen Verbindung auf dem Grundmetall erkannt.

Die Granulation wurde schon im Altertum als Dekor für Gold- und Silberschmuck eingesetzt. Etruskische Goldschmiede entwickelten zu dieser Zeit ein besonderes Talent in dieser Technik; in allen folgenden Kulturepochen fand diese Granulationstechnik seine Fortsetzung. Das Wissen über die Granulation ging später zunächst verloren, bis Mitte des neunzehnten Jahrhunderts der römische Goldschmied Augusto Castellani diese Kunst nach dem Studium von etruskischen Schmuckstücken wiederbelebte.