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  Art Déco  
 

Art Deco ist ein Kunststil, der zwischen 1918-1940 geprägt war durch eine 1925 in Paris stattgefundene erste internationale Ausstellung von Objekten des Kunstgewerbes mit dem Titel "Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes", die dieser Stilrichtung ihren Namen gab. Art Déco ist die Kurzbezeichnung aus dem Französischem für "art décorative". Diese Pariser Ausstellung, die der Kunstepoche zwischen den beiden Weltkriegen ihren Namen gab, bot ein Kontrastprogramm zu den bisher bekannten Jugendstilobjekten.

Art Déco ist eine schöpferische, internationale Kunstströmung, die alle Bereiche des Lebens erfasste, nicht nur Schmuck und Bekleidung, sondern auch Architektur, Möbel und mit neuen Fertigungsverfahren herstellbare Güter. Art Déco lebte die unbeschwerte, eklektische Mischung von Stilrichtungen unterschiedlicher Herkunft  daher fehlt ein eindeutiges, wieder erkennbares Stilmerkmal. Charakteristisch sind die stilisierte und flüchige Darstellung floraler und organischer Motive und eine moderne und meist plakative Anmutung. Beeinflusst vom sogenannten Funktionalismus und dem Bauhaus (Schule für Gestaltung) gab sich das Art Déco betont modern.

Vielf´ältige Ursachen führen in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg zu einem neuen Schmuckverständnis. Die totale Veränderung der etablierten Staatsformen, die Distanzierung der Gesellschaft von alten Werten und nicht zuletzt der Wandel des Frauenbildes. Die Frau der Zwanziger Jahre ist emanzipiert, aufgeklärt, selbstbewusst und sachlich. Sie trägt zu den Ärmellosen, kurz geschnittenen Kleidern gerne Schmuck am Dekolleté und am Handgelenk. Im Trend waren Kabinettsplastiken in Form von Statuen, die in Form von Tänzerinnen dargestellt wurden. Auch die Sphinx war ein beliebtes Motiv wegen ihres männermordenden Rufs, sie galt als Symbol für die neue, selbstbewusste, verführerische Frau, die Femme fatale.

Der Art-Déco-Schmuck ist gekennzeichnet durch gerade Linien, glatte Flächen und streng ausgerichtete, vor allem geometrische und stereometrische Formen. Die vorab beliebten reichen Verzierungen gelten als antiquiert und unmodern. Der Art-Déco-Schmuck ist nun geprägt von kühler ästhetik und verwegener Extravaganz. Sehr charakteristisch für den Schmuck der frühen Zwanziger Jahre sind auch Ägyptische Motive, die besonders nach 1922 en vogue waren, nachdem das Grab des Pharaonenkönigs Tutenchamun entdeckt wurde.

Zu den wichtigsten Vertretern dieses Schmuckstils gehören auch Namen, die schon in der Periode des Jugendstils für Aufsehen sorgen: René Lalique; der Goldschmied Jean Fouquet, Präsident der Abteilung Schmuck bei der Pariser Ausstellung von 1925; Gustave Miklos, Boucheron, Cartier und Van Cleef & Arpels.

Für den Schmuck werden meist edle Materialien wie Elfenbein,Ebenholz, Bronze, Chagrin, verchromter Stahl und Edelmetalle (Weißgold und Platin) verwendet. Besonders die Verwendung von Diamanten bricht in dieser Epoche alle Rekorde. Häufig werden Hunderte dieser funkelnden Steine auch in Verbindung mit "kühlen" Steinen wie Aquamarin, Citrin oder Onyx verarbeitet. Die Schmuckstücke sind prächtig, und die Goldschmiedekunst erreicht in dieser Zeit wohl ihren Höhepunkt. Auch heute hat der Art-Déco-Schmuck viele Liebhaber und ist neben dem Jugendstilschmuck der beliebteste Antikschmuck.